Jagdschloss Grunewald

Privates Bild: Blick auf das Jagdschloss Grunewald von der anderen Uferseite aus.

Das Kleinod im Südwesten Berlins ist das Jagdschloss Grunewald, ehemals Renaissanceschloss „zum gruenen Wald“. Direkt am Grunewaldsee ließ der Kurfürst Joachim II. Hector von Brandenburg (1501-1571) ab 1542 den heute ältesten erhaltenen Schlossbau der Stadt für seine exzessiven Jagdaufenthalte errichten. Ab 1551 wurde es außerdem zum permanenten Wohnsitz seiner Mätresse Anna Sydow, die nach seinem Tod, so der Volksglaube, lebendig unter einer Wendeltreppe eingemauert worden sein soll und seither immer um Mitternacht durch das Jagdschloss spuke.

Das zwischenzeitlich um barocke Stilelemente bereicherte Bauwerk wurde im Januar 1891 zum Schauplatz der Kotze-Affäre, einem der größten Sexskandale im Deutschen Reich unter Kaiser Wilhelm II. Doch die landesweit bekanntgewordene Orgie von Adeligen aus dem Hohenzollerngeschlecht ging am Ruf des Jagdschlosses fast spurlos vorüber, auch blieb es bis auf wenige Plünderungen von den Zerstörungen zweier Weltkriege äußerlich beinahe unberührt. Seine blütenweiße Fassade war zwischen 1997 und 2007 sogar die Außenkulisse der KiKa-Serie Schloss Einstein.

Heutzutage ist die Gegend um den Grunewaldsee ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Hundebesitzer. Binnen einer Stunde lässt sich der See umrunden, sodass anschließend Berlins größte Cranach-Sammlung im Jagdschloss und die Dauerausstellung „Die höfische Jagd“ im gegenüberliegenden Jagdmagazin bewundert werden können. Der Hof lockt im Juni mit dem Märchen Blütenfest und an nur einem Wochenende im Dezember mit dem Märchenhaften Weihnachtsmarkt.

Zum Andenken kaufte ich mir im Souvenirladen Spielkarten mit dem Motiv „Deutsche Schlösser“. Zu meinem Verdruss war ausgerechnet das Jagdschloss Grunewald nicht auf einer der 55 Spielkarten abgebildet, doch stieß ich so glücklicherweise auf die mir zuvor unbekannte Deutsche Burgenvereinigung e.V.

Privates Bild: Blick vom Schlossgarten auf den Grunewaldsee.

Weiterführende Links:

Details zur Anfahrt, den Öffnungszeiten und den Kunstausstellungen gibt es bei der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg: https://www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/jagdschloss-grunewald/ (Zuletzt verwendet und geprüft am 21.05.2019).

Im Schlossgarten vom Jagdschloss Grunewald besuchte ich im Mai 2019 die Veranstaltung „Zauberpflanze Hexenkraut“ mit der Kräuterfrau Alfruna (20.05.2019): https://magictatsch.com/2019/05/20/ein-spaziergang-mit-der-kraeuterfrau-alfruna/.

Meine Kurzvorstellung der Deutschen Burgenvereinigung e.V.: IN VORBEREITUNG!

Der Beitrag basiert auf eigenen Internetrecherchen, einschließlich der Wikipedia-Plattform.

Ein Kommentar zu „Jagdschloss Grunewald

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